9.04.2022 | News

GT Winter Series 2022/2023 mit optimiertem Konzept und grossem Kalender

Die GT Winter Series 2021/2022 ist Geschichte – der Veranstalter Gedlich Racing ist bereits tatkräftig mit dem Aufbau der kommenden Saison beschäftigt. Im Interview mit den Machern Markus Gedlich und Robin Selbach erfahren wir, welche Neuigkeiten es geben wird und was man aus den vergangenen Rennen gelernt hat.

?: Auf den ersten Blick fällt auf, dass die GT Winter Series 50% mehr Termine bietet. Statt vier im Vorjahr sind es kommende Saison sechs Rennen. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

RS: In der abgelaufenen Saison haben wir gesehen, wie gut die GT Winter Series angenommen wird. Das Konzept der Kombination von viel Testzeit und Racing gefällt den Fahrern und bietet den Teams tolle Einsatzmöglichkeiten in der Off-Season. Aufgrund dieser Nachfrage und dem Wunsch der Kunden haben wir den Kalender erweitert. Er bleibt dennoch kompakt, denn es gibt zwei Back-to-back Events (Jerez/Valencia und Navarra/Barcelona), die an je zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden ausgetragen werden. Das macht die Logistik unkompliziert und spart Zeit und Geld. Die Reisezeiten sind überschaubar.

?: Welche Strecken sind neu im Programm?

RS: Valencia und Navarra. Valencia wird von vielen Teams gerne als Teststrecke genutzt, denn hier werden internationale Rennen gefahren und sie ist sehr repräsentativ für das Setup der Rennautos. Navarra ist eine traumhaft gelegene Strecke im Norden Spaniens, die wenig bekannt ist, aber top modern und super ausgestattet ist. Sie hat sogar eine FIA-Zulassung als Formel 1 Teststrecke. Unser sechs Rennevents umfassender Kalender bietet somit alle internationalen Top-Strecken der iberischen Halbinsel. Unserer Meinung nach ist diese Meisterschaft vom Spassfaktor her kaum zu toppen.

?: Gibt es sonst noch Neuigkeiten für die neue Saison?

RS: So einige. Eine der wichtigsten ist, dass die GTWS nicht mehr in die Trackdays der Endless Summer Trackday-Serie integriert sein wird, sondern zwei eigene Tage bekommt. Tag 1 ist der GTWS-Test Day, Tag 2 der GTWS Race Day. So haben die Teams und Fahrer die Option, an Tag 1 ausgiebig zu testen und an Tag 2 einen kompletten Rennablauf zu haben.
Wir haben zudem die Endurance auf 60 Minuten verlängert. Das gibt den Teams die Möglichkeit, denselben Fall zu testen, wie sie ihn bei den meisten GT3- und GT4-Rennserien während der Sommersaison vorfinden.
Zudem wird es eine zweite Rennserie im Rahmen der GTWS geben, den sog. Nevada Cup. Hier fahren Prototypen vom Schlage eines Radical, Revolution oder offene KTM. Das macht den Tag bunt und auch für Zuschauer interessant, denn es gibt insgesamt fünf Rennen (drei GTWS, zwei Nevada Cup).

?: Wie sieht es auf der technischen Seite aus? Werden dieselben Fahrzeugklassen an den Start gehen?

MG: Wir haben gesehen, dass die Klassen der GT3, GT4 und Cup-Fahrzeuge bei allen Läufen stark besetzt sind. Daher haben wir beschlossen, die Fahrzeugklassen zu straffen, sodass zukünftig der Fokus auf diesen Fahrzeugen liegen wird. Sehr erfolgreich ist die Klasse der Porsche Cayman GT4 Clubsport. Diese finden bei uns genau das Betätigungsfeld, das sie sonst so oft vermissen. Aber auch die LMP-Boliden finden bei uns beste Bedingungen und fügen sich mit ihrer eigenen Klasse ideal ins Feld ein.

?: Ein Kritikpunkt einiger Teams war das Thema Balance of Performance. Was genau war der Stein des Anstosses und wie begegnet Ihr diesem Thema?

MG: Für uns als Organisator der GT Winter Series war es nicht trivial, ein homogenes Feld zusammenzubekommen. Es ist uns aber in dieser Saison respektabel gelungen. Wir hören den Teams stets gut zu und haben gemerkt, dass einer der grössten Wünsche noch bessere technische Gleichheit ist. Wir werden daher in unserem angepassten Regelwerk eine optimierte Balance of Performance haben, die vor allem engmaschiger kontrolliert werden wird. Wir sind dabei, dies auszuarbeiten und stecken da sehr viel Kraft rein, weil uns bewusst ist, dass dieser Schritt wichtig ist, um die GTWS auf den nächsten Level zu heben.

?: In Barcelona haben wir erstmals in der GT Winter Series einen Livestream gesehen und waren überrascht, wie professionell dieser rüberkam. Ist das für 2022/2023 auch wieder geplant?

MG: Unbedingt und zwar in deutlich erweiterter Form. Noch steht nicht fest, welche Läufe wir covern werden, es werden aber definitiv mehrere sein. Unser Medienpartner nürburgring tv hat im März in Barcelona vom Feinsten abgeliefert – renommierte Kommentatoren und Moderatoren inklusive. Rund sieben Stunden Live-Berichterstattung können sich sehen lassen.
Partner können sich in unserem Livestream optimal präsentieren und diesen sehr gut mitgestalten. Das bietet viel Raum, um eigene Produkte zu präsentieren, Teams und Fahrer herauszustellen und in Interviews die Botschaften an den Zuschauer zu überbringen, die ein Partner adressieren möchte. Wir sind derzeit dabei, diese Partner an Board zu holen.

?: Abschliessend: für wen ist die GT Winter Series gemacht und welche Fahrer und Teams fühlen sich hier am wohlsten?

MG: Bei uns ist jeder willkommen, nicht nur Profi-Teams und -Fahrer. Die Rückmeldungen zeigen, dass die Kombination aus fairem Racing, viel Fahrzeit und angenehmem Umfeld mit dem damit verbundenen Lifestyle die Kombination ist, die besonders gut ankommt. Das wollen wir fördern und zugleich den Weg freimachen für eine noch professionellere Durchführung der Rennen und Überwachung der Technik. Wir sind davon überzeugt, dass Racing kaum schöner sein kann als bei der GTWS. Wir legen den Fokus stets auf die Fahrer und Teams und möchten diesen eine gute Zeit in einem professionellen Umfeld bereitstellen.

?: Wir danken für das Gespräch

 

Kalender GT Winter Series 2022/2023

12/13 DEC Portimao
14/15 JAN Estoril
11/12 FEB Jerez (tbc)
18/19 FEB Valencia (tbc)
04/05 MAR Navarra
11/12 MAR Barcelona (tbc)